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Reanimation

Reanimation

Bei einem Herz-Kreis­lauf-Still­stand soll­te man immer zuerst den Not­ruf 144 alarmieren.
Zunächst den Pati­en­ten laut anspre­chen und an den Schul­tern schüt­teln. Ist kei­ne Reak­ti­on bemerk­bar, wird der Pati­ent in Rücken­la­ge gedreht und eine Atem­kon­trol­le durch­ge­führt. Ist kei­ne Atmung mehr vor­han­den, wird mit Herz­druck­mas­sa­ge mit einer Geschwin­dig­keit von 100 bis 120 pro Minu­te und einer Druck­tie­fe von fünf bis sechs Zen­ti­me­tern begon­nen. Bei Kin­dern beträgt die ange­streb­te Druck­tie­fe ein Drit­tel des Brustkorbdurchmessers.

Nicht geschul­ten Hel­fern wird emp­foh­len, die Herz­druck­mas­sa­ge ohne eine Beatmung durch­zu­füh­ren, die soge­nann­te Hands-Only-CPR.

Geschul­te Lai­en­hel­fer sol­len, wenn zumut­bar und mög­lich, zu beatmen ver­su­chen. Dann wird im Ver­hält­nis 30 zu 2 reani­miert: alter­nie­rend 30 Kom­pres­sio­nen und 2 Beatmun­gen (Emp­feh­lung AHA-Gui­de­li­nes 2015).

Wenn ein AED vor­han­den ist: Gerät ein­schal­ten und den Anwei­sun­gen folgen.
Die Abga­be des Elek­tro­schocks ist nur mög­lich, wenn der AED bei vor­an­ge­gan­ge­ner Ana­ly­se, die­sen auch für nötig befin­det. Mit einem AED ist es also nicht mög­lich, einen Pati­en­ten fälsch­li­cher­wei­se zu defibrillieren.